Webflow oder WordPress? Was für kleine Betriebe besser passt

Beide Systeme können eine gute Website tragen. Der Unterschied liegt in dem, was danach kommt: Pflege, Kosten, Sicherheit und die Frage, wem die Seite gehört. Ein Vergleich für kleine Betriebe, ohne Glaubenskrieg.

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Oktober 2026

von Golwich Digital

Ein glatter Würfel neben einem aus vielen kleinen Blöcken gebauten Würfel (KI-generierte Grafik)
Bild: KI-generiert

    Worum es wirklich geht

    WordPress betreibt einen großen Teil aller Websites weltweit. Webflow ist jünger und kleiner, wächst aber schnell, gerade bei Agenturen und Betrieben, die eine gestaltete Seite ohne Technikaufwand wollen. Beide Systeme können eine gute Website tragen. Der Unterschied liegt nicht im Ergebnis, sondern darin, was Sie in den Jahren danach damit haben: Pflege, Sicherheit, Kosten, Abhängigkeiten. Genau das vergleichen wir hier.

    Pflege im Alltag

    WordPress ist ein Bausatz: das Grundsystem, ein Theme für das Aussehen, Plugins für alles Weitere. Jedes Teil bekommt eigene Aktualisierungen, und die vertragen sich nicht immer. Wer eine WordPress-Seite betreibt, braucht jemanden, der die Updates einspielt und prüft, ob danach noch alles geht; laufende Betreuung ist bei WordPress keine Kür, sondern Pflicht. Texte ändern ist einfach, Layout ändern meist nicht.

    Webflow ist ein Dienst: Gestaltung, Inhalte und Hosting in einem, ohne Updates, die Sie einspielen müssen. Inhalte pflegen Sie in einem Editor, der nur Ihre Texte, Bilder und Einträge zeigt. Das Layout bleibt dabei geschützt, weil es an anderer Stelle liegt. Für den Betrieb heißt das: weniger, was kaputtgehen kann, und weniger, wofür Sie jemanden rufen müssen.

    Kosten

    WordPress selbst ist kostenlos, der Betrieb nicht (was eine Website insgesamt kostet): Hosting, ein gutes Theme, Premium-Plugins, Backups und vor allem die Stunden für Updates und Reparaturen. Webflow kostet einen festen Monatsbetrag für Hosting und System, dafür entfällt der Rest weitgehend. Über drei Jahre gerechnet liegen beide oft näher beieinander, als der Vergleich der Einstiegspreise vermuten lässt. Der Unterschied ist die Vorhersehbarkeit: Bei Webflow wissen Sie, was es kostet.

    Sicherheit

    Die meisten gehackten Websites sind WordPress-Seiten mit veralteten Plugins. Nicht weil WordPress unsicher wäre, sondern weil es so verbreitet ist und so oft nicht gepflegt wird. Webflow hostet alle Seiten auf einer Plattform, die zentral abgesichert wird; es gibt keine Plugins, die veralten können. Für einen kleinen Betrieb ohne IT ist das der größte einzelne Vorteil.

    Wem gehört die Seite

    Bei WordPress liegen die Dateien bei Ihrem Hoster; Sie können sie jederzeit mitnehmen. Bei Webflow liegt die Seite bei Webflow; Sie können den Code exportieren, aber die Inhaltsverwaltung und die Formulare hängen am Dienst. Das ist eine echte Abhängigkeit, und sie gehört ehrlich benannt. Wichtiger als das System ist allerdings, dass schriftlich geregelt ist, wem die Seite gehört und wie sie übergeben wird, wenn Sie den Anbieter wechseln. Fragen Sie jeden Anbieter danach, egal für welches System.

    Wann WordPress die bessere Wahl ist

    • Sie brauchen Funktionen, die es nur als WordPress-Plugin gibt, etwa einen großen Onlineshop mit besonderen Anforderungen oder ein Mitgliederportal.
    • Sie haben jemanden im Haus, der WordPress kennt und die Pflege übernimmt.
    • Sie wollen die Seite später zu einem anderen Hoster mitnehmen können, ohne etwas neu zu bauen.

    Wann Webflow die bessere Wahl ist

    • Sie wollen eine gestaltete Seite, die nicht nach Vorlage aussieht, ohne dafür Programmierung zu bezahlen.
    • Niemand bei Ihnen soll sich um Updates, Plugins und Sicherheit kümmern müssen.
    • Sie pflegen Inhalte selbst: Texte, Projekte, Artikel, Stellen. Der Editor ist dafür gemacht.
    • Sie legen Wert auf Geschwindigkeit. Webflow-Seiten sind ohne Zusatzaufwand schnell.

    Unsere Wahl. Wir bauen in Webflow, weil kleine Betriebe damit eine Seite bekommen, die sie selbst pflegen können und die niemand warten muss. Neue Websites entstehen bei uns deshalb ausschließlich dort. Eine bestehende WordPress-Seite, die nur Pflege oder kleine Änderungen braucht, übernehmen wir trotzdem gern in der Betreuung. Sehen Sie sich Ihre Startseite als Entwurf an, bevor Sie sich für ein System entscheiden. Demo für 99 € · Erstgespräch buchen

    Von WordPress zu Webflow wechseln

    Ein Wechsel ist ein Relaunch mit Umzug: Inhalte werden übernommen, die Seite neu gebaut, alte Adressen auf neue weitergeleitet, die Domain umgestellt. Der heikelste Teil ist der letzte; er entscheidet, ob die Sichtbarkeit bei Google erhalten bleibt. Was Sie behalten: Texte, Bilder, Domain, Ihre Platzierung. Was Sie loswerden: Updates, Plugins, die Angst vor dem nächsten Ausfall.

    Häufige Fragen

    Ist Webflow datenschutzkonform?

    Webflow ist ein US-Anbieter, der nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert ist und einen Auftragsverarbeitungsvertrag anbietet. Damit lässt sich eine Webflow-Seite datenschutzkonform betreiben; die Datenschutzerklärung muss das Hosting benennen. Schriften und Skripte sollten wie bei jedem System selbst ausgeliefert werden.

    Kann ich in Webflow selbst Texte ändern?

    Ja. Der Editor zeigt Ihre Seite, Sie klicken auf einen Text und ändern ihn. Einträge wie Projekte oder Artikel pflegen Sie in Listen, ähnlich wie in einer Tabelle.

    Was passiert, wenn Webflow den Dienst einstellt?

    Der Code der Seite lässt sich jederzeit exportieren und anderswo hosten; Inhalte lassen sich als Tabellen sichern. Ein Restrisiko bleibt bei jedem Dienst. Webflow ist seit über zehn Jahren am Markt und wird von großen Unternehmen genutzt.

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