Warum die Frage schwer zu beantworten ist
Eine Website altert leise. Kein Alarm, kein Ausfall, nur jedes Jahr ein bisschen weniger: weniger Anfragen, weniger Platz bei Google, weniger Menschen, die auf dem Handy bis zum Kontakt kommen. Weil nichts kaputt ist, fällt die Entscheidung schwer, ob man flickt oder neu baut. Die zehn Punkte unten helfen, den Zustand ehrlich einzuschätzen. Sie sind so geordnet, dass die oberen mehr wiegen als die unteren.
Die zehn Anzeichen
- Auf dem Handy ist die Seite mühsam. Text muss gezoomt werden, Knöpfe sind zu klein, das Menü klemmt. Mehr als die Hälfte Ihrer Besucher kommt heute vom Telefon. Wenn die Seite dort nicht funktioniert, funktioniert sie nicht.
- Sie laden länger als drei Sekunden. Messen Sie es, statt zu raten: Unser Website-Check zeigt die Antwortzeit, Google bietet mit PageSpeed Insights ein kostenloses Werkzeug. Langsame Seiten verlieren Besucher, bevor sie etwas gesehen haben.
- Die Seite sagt nicht, was Sie tun. Ein Fremder sollte in fünf Sekunden verstehen, was Sie anbieten, für wen und was er als Nächstes tun soll. „Willkommen auf unserer Homepage" beantwortet keine dieser Fragen.
- Es gibt keine klare nächste Handlung. Anrufen, anfragen, buchen, kaufen: Eine davon sollte auf jeder Seite sichtbar sein. Wenn Besucher suchen müssen, wie sie Sie erreichen, gehen sie.
- Niemand kann die Seite ändern. Der Neffe, der sie gebaut hat, ist weggezogen. Die Agentur antwortet nicht mehr. Für jede Öffnungszeit brauchen Sie einen Techniker. Eine Seite, die niemand pflegen kann, wird nicht gepflegt.
- Die Inhalte sind veraltet. Leistungen, die es nicht mehr gibt, Mitarbeiter, die gegangen sind, ein „Aktuelles" von vor drei Jahren. Alte Inhalte sagen dem Besucher, dass hier niemand hinschaut.
- Sie werden bei Google nicht gefunden. Suchen Sie Ihre Leistung mit Ihrem Ort. Wenn Wettbewerber vor Ihnen stehen und Ihre Seite erst auf Seite zwei auftaucht, ist das selten Zufall: fehlende Texte, fehlende Struktur, fehlendes Google-Profil.
- Das Design verrät das Baujahr. Schlagschatten, Verläufe, winzige Schrift, Stockfotos von Menschen mit Headset. Besucher schließen von der Seite auf den Betrieb, ob das fair ist oder nicht.
- Technik und Recht hinken hinterher. Kein Schloss in der Adresszeile, ein Cookie-Banner, das alles erlaubt, Schriften von fremden Servern, ein Impressum ohne die Pflichtangaben. Das kostet Vertrauen und kann teuer werden.
- Sie schämen sich, den Link zu schicken. Der ehrlichste Test von allen. Wenn Sie lieber ein PDF anhängen als Ihre Website zu nennen, wissen Sie die Antwort schon.
Wann eine Auffrischung reicht
Wenn nur die unteren Punkte zutreffen, lässt sich viel mit wenig erreichen: Texte schärfen, Bilder tauschen, einen klaren Anfrageweg einbauen, das Google-Profil in Ordnung bringen. Voraussetzung ist, dass die technische Basis trägt: Die Seite lädt schnell, funktioniert auf dem Handy und lässt sich von jemandem pflegen. Dann ist eine Auffrischung in Tagen erledigt und kostet einen Bruchteil eines Neubaus.
Wann ein Neuanfang günstiger ist
Wenn die oberen drei bis vier Punkte zutreffen, ist Flicken meistens teurer als Neubauen. Eine Seite, die auf dem Handy nicht funktioniert, lässt sich selten nachträglich beibringen, es zu tun. Ein System, das niemand bedienen kann, wird durch neue Texte nicht bedienbar. Und Ladezeit steckt oft im Fundament: im Baukasten, im Theme, in zwanzig Plugins.
Ein Neuanfang heißt nicht, dass alles anders wird. Das, was funktioniert, wird übernommen: Texte, die Anfragen bringen, Bilder, die Sie zeigen, die Adressen, unter denen Google Sie kennt. Wichtig ist, dass alte Adressen auf neue weitergeleitet werden, sonst verlieren Sie die Sichtbarkeit, die Sie sich über Jahre aufgebaut haben. Wie wir einen Neuanfang angehen, steht unter Website und Umsetzung; ein Beispiel ist der neue Auftritt von Bertram Plus.
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Was ein Relaunch kostet und was er zurückbringt
Die Spanne ist groß und hängt vom Umfang ab; mehr dazu im Artikel Website erstellen lassen. Wichtiger als die Summe ist die Rechnung dahinter: Was kostet Sie eine Anfrage, die nicht kommt? Ein Betrieb, der zwei zusätzliche Aufträge im Monat gewinnt, hat einen Relaunch schnell bezahlt. Und eine Seite, die danach betreut wird, muss den nächsten Relaunch nicht mehr erleben.
Häufige Fragen
Verliere ich beim Relaunch meine Google-Platzierung?
Nicht, wenn es richtig gemacht wird. Jede alte Adresse bekommt eine Weiterleitung auf die passende neue, die Inhalte, die gefunden werden, bleiben erhalten, und die Seite wird nach dem Livegang bei Google neu eingereicht. Kurzfristige Schwankungen sind normal, dauerhafte Verluste nicht.
Wie lange dauert ein Relaunch?
Bei einem kleinen Betrieb wenige Wochen, wenn Texte und Bilder zügig kommen. Die Technik ist selten der Engpass; die Inhalte sind es.
Kann ich die alte Seite währenddessen behalten?
Ja. Die neue Seite entsteht neben der alten und wird erst umgeschaltet, wenn sie fertig ist. Sie sehen sie vorher unter einer Vorschauadresse.
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